Gekämpft wird im Stehen an einem 1,04 m hohen genormten Tisch, was im Gegensatz zum "Armdrücken" im Sitzen eine wesentlich größere Dynamik zuläßt. Am Tisch befindet sich links und rechts je ein Haltegriff, der mit der nicht kämpfenden Hand ergriffen werden muß.
Die Kontrahenten werden durch 2 Schiedsrichter ausgerichtet an Ellenbogen,
Händen und Schultern. Danach folgt der Ausruf Ready dem ca. 2 Sekunden
später das Go folgt.
Sieger ist, wer den Gegner mit dem Handrücken ins Polster zwingt. Sowohl
Frauen wie Männer kämpfen in bestimmten Gewichtsklassen.
Es gibt drei Grundtechniken. Hieraus gibt es aber mit allen Abwandlungen
insgesamt ca. 20 Techniken im Armwrestling. Die erste Grundtechnik ist die
so genannte "Toproll".
Die Toproll ist ein sog. "outside move". Darunter versteht man in
erster Linie die Stellung des Handgelenks und die daraus resultierend wirkenden
Zugkräfte. Bei der Toproll versucht man dem Gegner das Handgelenk nach
Außen zu verbiegen. Man versucht somit durch ziehen den Armwinkel zu
öffnen, um so von oben mehr Druck ausüben zu können.
Die zweite Grundtechnik ist der sogenannte "Hook" auch Haken genannt. Der "Hook" ist ein so genannter "inside move". Darunter versteht man in erster Linie die Stellung des Handgelenks und die daraus resultierend wirkenden Zugkräfte. Im Gegensatz zum Toproll wird beim Hook versucht durch eine Drehung das Handgelenk nach innen zu verbiegen. Man übt einen Druck auf das innere des Handgelenks aus. Gleichzeitig übt man einen Druck zum Haltegriff aus und versucht den Gegner aufs Polster zu ziehen. Insbesondere beim Hook kommt es auf Schnelligkeit in der Startphase an.
Die dritte Grundtechnik ist der sogenannte "Press". Beim Press
wird die eigene Hand nach außen gestellt. Einer eingeleiteten Ziehbewegung
folgt die Druckbewegung zur Tischoberfläche hin. Der Press wird im Gegensatz
zu den anderen beiden Techniken in der Praxis nur wenig angewandt.
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